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AUDIT-C — Alkoholkonsum-Screening

AUDIT-C 3-Item-Screening für riskanten Alkoholkonsum. Validierte Schwellenwerte für Männer und Frauen (Bush 1998, USPSTF 2018). Auswertung in 30 Sekunden.

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Was misst der AUDIT-C

Der AUDIT-C ist ein 3-Item-Screening für riskanten Alkoholkonsum und mögliche Alkoholgebrauchsstörung. Er misst keine Abhängigkeit direkt — er erfasst das Konsummuster, den stärksten einzelnen Prädiktor alkoholbedingter Schäden.

Die drei Items erfassen:

  1. Häufigkeit — wie oft Sie trinken
  2. Menge — wie viel an einem typischen Trinktag
  3. Episodisch starker Konsum — wie oft ≥ 6 Gläser bei einer Gelegenheit

Jedes Item wird mit 0–4 bewertet. Gesamtbereich: 0–12.

Auswertung (Bush 1998)

WertMännerFrauen
0–3Geringes RisikoGeringes Risiko
4–7Positives ScreeningPositives Screening (≥ 3)
8–12Hohe Wahrscheinlichkeit einer AlkoholgebrauchsstörungGleich

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Datenschutz

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Schwellenwerte für Männer und Frauen unterschiedlich?
Frauen haben in der Regel einen geringeren Körperwasseranteil und erreichen aus derselben Trinkmenge höhere Blutalkoholspiegel. Bush 1998 hat geschlechtsspezifische Schwellen abgeleitet: ≥ 4 für Männer, ≥ 3 für Frauen — beides ein positives Screening für riskanten Konsum. Ein Wert ≥ 8 in beiden Geschlechtern weist auf hohe Wahrscheinlichkeit einer Alkoholgebrauchsstörung hin.
Was ist ein „Standardglas”?
Ein Standardglas ist ein Maß für reines Ethanol, dessen Volumen sich zwischen Ländern unterscheidet: WHO 10 g, USA 14 g, UK 8 g. In Deutschland werden ca. 10–12 g zugrunde gelegt — entsprechend einem 0,3-Liter-Bier (5 %), einem 0,1-Liter-Glas Wein (12 %) oder einem 4-cl-Schnaps (40 %). Verwenden Sie für die Auswertung die deutsche Definition.
Mein Wert ist 4 — bin ich Alkoholiker?
Nein. Der AUDIT-C ist ein Screening, keine Diagnose. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass das Risiko für riskanten Konsum erhöht ist und ein ausführlicheres Gespräch sinnvoll ist. Die Mehrheit der Personen mit positivem Screening ist nicht abhängig — sie trinkt mehr, als gesundheitsschützend ist, und profitiert von einer kurzen, strukturierten Beratung. Eine Diagnose der Alkoholgebrauchsstörung erfolgt im klinischen Gespräch nach DSM-5 / ICD-11-Kriterien.
Sollte ich mich screenen lassen, wenn ich kaum trinke?
Die USPSTF 2018 empfiehlt Screening jeder erwachsenen Person in der hausärztlichen Versorgung, einschließlich Schwangerer. Selbsteinschätzung ist unpräzise — selbst kurze Tests decken Muster auf, die eine Patientin selbst nicht als riskant eingeordnet hätte. Wer wirklich nicht trinkt, erhält 0 Punkte; das Screening dauert 30 Sekunden.
Was ist der Unterschied zum vollen AUDIT?
Der volle AUDIT hat 10 Fragen und erfasst zusätzlich Abhängigkeitssymptome und Konsumfolgen. AUDIT-C sind die ersten 3 Items — schneller, mit ähnlicher Aussagekraft für Konsum, aber geringerer Sensitivität für Abhängigkeit. Bei positivem AUDIT-C ist der nächste Schritt der volle AUDIT oder eine klinische Beurteilung.
Verlassen meine Daten das Gerät?
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Quellen

  1. The AUDIT alcohol consumption questions (AUDIT-C) — Arch Intern Med (Bush et al., 1998) (peer reviewed, retrieved 2026-04-29)
  2. S3-Leitlinie Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen — AWMF / DG-Sucht / DGPPN (guideline, retrieved 2026-04-29)
  3. BZgA — Sucht & Drogen-Hotline — Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (gov health, retrieved 2026-04-29)