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EPDS — Edinburgh Postnatal Depression Scale

Validierter EPDS-Selbsttest für peripartale Depression — Schwangerschaft und erstes Jahr nach der Geburt. Cox 1987, NVL Unipolare Depression, läuft.

Zuletzt aktualisiert: Quellen verifiziert:

Was misst der EPDS

Die Edinburgh Postnatal Depression Scale ist ein 10-Item-Selbsttest, entwickelt von Cox, Holden und Sagovsky (1987) zum Screening von Depressionen in der peripartalen Phase — Schwangerschaft und die ersten 12 Monate nach der Geburt. Sie ist weltweit das am häufigsten verwendete peripartale Depressionsscreening und in der NVL Unipolare Depression sowie von Fachgesellschaften wie der DGPPN, DGGG und Schatten und Licht empfohlen.

Der EPDS schließt körperliche Symptome (Schlaf, Appetit, Müdigkeit), die sich mit normaler Schwangerschaft und Wochenbett überschneiden, bewusst aus und konzentriert sich auf kognitive und affektive Muster.

Auswertung

WertInterpretation
0–9Depression unwahrscheinlich
10–12Mögliche Depression — klinische Abklärung empfohlen
≥ 13Wahrscheinliche Depression — klinische Abklärung dringend empfohlen
Frage 10 > 0Sicherheitsflagge — heutiger Kontakt zur Versorgung

Hilfe in der Krise

  • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 (24/7, kostenfrei, anonym)
  • Schatten und Licht (peripartal): 0800 5057 999
  • Nummer gegen Kummer (Kinder und Jugendliche): 116 111
  • Bei akuter Gefahr: 112 (Notruf)
  • International: findahelpline.com

Datenschutz

Alle Berechnungen laufen vollständig in Ihrem Browser. Wir sehen, speichern und protokollieren Ihre Einzelantworten nie. An den datenschutzfreundlichen Analytics-Dienst geht nur ein anonymes Ereignis.

Lizenz

Der EPDS ist nach Cox 1987 frei für klinische und Forschungszwecke nutzbar, mit Quellenangabe der Originalveröffentlichung. Quelle: Br J Psychiatry 1987;150:782–786.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte ich den EPDS nach der Geburt machen?
Die NVL Unipolare Depression empfiehlt, depressive Symptome bei der Erstvorstellung in der Schwangerschaft, in der späten Schwangerschaft und in den postnatalen Kontakten zu erfragen — typischerweise bei der U2 / U3 / U4-Vorstellung des Kindes (etwa Woche 6–8 und um den 3.–4. Monat post partum). Die Skala ist für die ersten 12 Monate nach der Geburt validiert, funktioniert aber auch in der Schwangerschaft (Cox 1996).
Ist das Baby Blues oder eine echte Depression?
Der Baby Blues betrifft 50–80 % der Frauen in den ersten 1–2 Wochen nach der Geburt — Tränen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, die spontan abklingen. Der EPDS fragt nach den letzten 7 Tagen; sind Sie noch in Woche 1, kann der Wert vorübergehenden Blues abbilden. Halten die Symptome über 2 Wochen an, ein Wert ≥ 10 oder Suizidgedanken — dann ist es klinisches Terrain und gehört in fachliche Beurteilung.
Was bedeutet ein hoher Wert bei Frage 10?
Frage 10 erfasst Gedanken, sich selbst etwas anzutun. Jeder Wert über 0 — auch „kaum jemals” — ist ein klinisches Signal, das noch heute den Kontakt zu Hausärztin/-arzt, Hebamme, Frauenarzt oder Krisenhotline rechtfertigt. Der Gesamtwert kann unter 10 liegen — Frage 10 wird trotzdem als eigenständige Flagge behandelt, nicht nur als ein Item unter zehn.
Gilt der EPDS auch für Väter / Partner?
Der EPDS wurde für Frauen nach der Geburt entwickelt und ist dort am besten validiert. Es gibt aber Evidenz für die Anwendung bei Vätern / Partnern und während der Schwangerschaft. Die Häufigkeit paternaler postnataler Depression liegt bei ~10 % mit Spitze um den 3.–6. Monat. Wenn Sie nicht-gebärender Elternteil sind, bleibt das Screening informativ; klinisch wird teils ein etwas höherer Schwellenwert diskutiert (≥ 10 vs. ≥ 13 mit einer Fachperson abklären).
Mein Wert ist 14 — bin ich eine „schlechte Mutter”?
Nein. Wochenbettdepression ist eine behandelbare medizinische Erkrankung, die etwa 1 von 8 Müttern betrifft. Sie ist kein Versagen als Mutter und kein Charakterzug. Wirksame Behandlung gibt es: Psychotherapie (KVT, IPT), soziale Unterstützung und — bei mittlerer bis schwerer Ausprägung — mit dem Stillen vereinbare Medikamente. Frühere Behandlung geht mit besseren Ergebnissen für die Mutter und für die Entwicklung des Kindes einher.
Verlassen meine Daten das Gerät?
Nein. Alle Berechnungen laufen vollständig in Ihrem Browser. Ihre Einzelantworten verlassen das Gerät nie. An den datenschutzfreundlichen Analytics-Dienst geht nur ein anonymes Ereignis (Locale, Schweregrad, ob Frage 10 ungleich 0 war) — keine Rohwerte, keine Einzelantworten.

Quellen

  1. Detection of postnatal depression — development of the 10-item Edinburgh Postnatal Depression Scale — Br J Psychiatry (Cox, Holden, Sagovsky, 1987) (peer reviewed, retrieved 2026-04-29)
  2. S3-Leitlinie / NVL Unipolare Depression — peripartale Aspekte — AWMF / DGPPN (guideline, retrieved 2026-04-29)
  3. Schatten und Licht — Bundesverband Postpartale Erkrankungen — Schatten und Licht e.V. (medical society, retrieved 2026-04-29)