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PTBS-Test (PC-PTSD-5)

PC-PTSD-5 in 1 Minute. Validiertes 5-Item-Trauma-Screening nach DSM-5 (Prins 2016, US National Center for PTSD). Kostenlos, privat, ohne Anmeldung.

Zuletzt aktualisiert: Quellen verifiziert:

Wie das PC-PTSD-5 berechnet wird

Das Primary Care PTSD Screen for DSM-5 (PC-PTSD-5) wurde vom US National Center for PTSD entwickelt (Prins, 2016) und gegen das klinische Goldstandard-Interview CAPS-5 validiert. Der Test beginnt mit einer Eingangsfrage zur Trauma-Exposition — wer “nein” antwortet, beendet den Test hier, weil die 5 Folgefragen nur für Personen mit Exposition Bedeutung haben.

Wer “ja” antwortet, beantwortet 5 Items mit Ja/Nein, die die vier DSM-5-PTBS-Symptomcluster der letzten 4 Wochen abdecken: Intrusion (Albträume, ungewollte Gedanken), Vermeidung, Übererregung (ständig auf der Hut), Abstumpfung/Loslösung und veränderte Stimmung (Schuldgefühle, Schuldzuweisungen). 1 Punkt pro “ja”. Summe: 0-5.

Die validierte Schwelle ist 3 oder mehr = positiv. An dieser Schwelle hat das Screening eine Sensitivität von etwa 0,95 und Spezifität etwa 0,85 gegen das klinische Vollinterview. Etwa 71% der positiv Gescreenten erfüllen die DSM-5-Kriterien.

Was Ihr Ergebnis bedeutet

WertBereichWas es bedeutet
Keine ExpositionTest nicht anwendbarDas Screening prüft nur Personen, die Exposition zu einem schweren Ereignis berichten.
0-2Unter der Schwelle (grün)Die meisten in diesem Bereich haben in der Vollabklärung keine PTBS.
3Positiv (gelb)Schwelle, ab der eine Spezialistenabklärung empfohlen wird.
4-5Wahrscheinliche PTBS (rot)Hohe Wahrscheinlichkeit für PTBS im klinischen Vollinterview.

Ein positives Screening ist keine Diagnose. Es ist ein Signal: 1 Stunde Gespräch beim trauma-erfahrenen Spezialisten lohnt sich.

Wann dieser Test besonders nützlich ist — und wann nicht

PC-PTSD-5 ist am nützlichsten:

  • 1 Monat oder mehr nach einem schweren Ereignis, wenn Symptome Zeit hatten, abzuklingen oder sich als PTBS zu festigen.
  • In der Hausarztpraxis, für die er entwickelt wurde.
  • Als Selbst-Screening vor einem Hausarztbesuch — gibt dem Gespräch einen klaren Startpunkt.

Weniger nützlich:

  • In den ersten 4 Wochen nach Trauma, wo Symptome zur normalen Erholung gehören (akute Belastungsreaktion, nicht PTBS).
  • Bei komplexer PTBS aus langanhaltendem oder frühkindlichem Trauma — das ITQ oder TSI erfasst mehr.
  • Für Personen ohne Exposition zur Art von Ereignis, die das Screening voraussetzt.

Für Geflüchtete in Deutschland: Behandlung wirkt genauso. Mit Dolmetscher verfügbar — z. B. bei Refugio München, Behandlungszentren für Folteropfer (BAfF-Mitglieder).

PTBS und andere Trauma-Reaktionen

PTBS überlappt mit mehreren Zuständen — ein Spezialist trennt sie im Gespräch:

  • Akute Belastungsreaktion — gleiche Symptome, aber im ersten Monat. Klingt oft ohne Spezialbehandlung ab.
  • Komplexe PTBS (kPTBS) — aus anhaltendem oder wiederholtem Trauma, oft im Kindesalter. Plus Schwierigkeiten mit Selbstbild, Emotionsregulation und Beziehungen.
  • Anpassungsstörung — Belastung nach nicht-traumatischem Auslöser (Jobverlust, Trennung). Anderer Behandlungspfad.
  • Depression und Angst — treten häufig zusammen mit PTBS auf. Oft parallele Behandlung nötig.
  • Substanzgebrauch — viele Menschen mit PTBS nutzen Alkohol oder Drogen zur Symptomregulation. Trauma-Behandlung reduziert den Konsum meist.

Verwandte Tests

Quellen geprüft am: 2026-05-02

  • Prins A, Bovin MJ, Smolenski DJ, et al. “The Primary Care PTSD Screen for DSM-5 (PC-PTSD-5): Development and Evaluation Within a Veteran Primary Care Sample.” J Gen Intern Med 2016;31(10):1206-11. PubMed 27170304.
  • Bovin MJ, Kimerling R, Weathers FW, et al. Weitere Validierung des PC-PTSD-5. PubMed 33729856.
  • US Department of Veterans Affairs, National Center for PTSD.

Datenschutz

Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Wir sehen, loggen oder speichern Ihre einzelnen Antworten nie. Nur ein anonymes Ereignis (Sprache, Schwellenbereich, Exposition Ja/Nein) geht an datenschutzkonforme Analytics.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein positives PC-PTSD-5-Screening?
Ein Wert von 3 oder mehr von 5 ist die validierte Schwelle (Prins 2016). Etwa 71% der Personen mit positivem Screening erfüllen im klinischen Vollinterview die DSM-5-Kriterien für PTBS. Ein positives Screening ist keine Diagnose — es ist ein Hinweis, dass eine 1-stündige Abklärung beim Spezialisten lohnt.
Ich habe kein Trauma erlebt. Soll ich den Test trotzdem machen?
PC-PTSD-5 ist für Menschen gedacht, die ein schweres oder traumatisches Ereignis erlebt haben. Wenn Sie die Eingangsfrage mit nein beantworten, ist der Test gerade nicht anwendbar — und das ist eine gute Nachricht. Bei allgemeiner Belastung sind GAD-7 (Angst) oder PHQ-9 (Depression) nützlicher.
Braucht PTBS immer Medikamente?
Nein. Erste-Wahl-Behandlung der PTBS sind Gesprächstherapien — traumafokussierte KVT, Cognitive Processing Therapy, Prolonged Exposure und EMDR. Etwa 80% der Menschen, die einen vollen Behandlungszyklus abschließen, sehen klare Besserung in 12-16 Sitzungen. Medikamente (meist SSRI: Sertralin, Paroxetin) werden manchmal parallel gegeben, vor allem wenn Schlaf oder Stimmung stark belastet sind.
Was ist der Unterschied zwischen PTBS und einer normalen Stressreaktion?
Eine normale Stressreaktion im ersten Monat nach Trauma — schlechter Schlaf, sich aufdrängende Gedanken, Taubheit — gehört zur Erholung, nicht zur PTBS. PTBS wird diagnostiziert, wenn Symptome länger als 1 Monat bestehen und das tägliche Leben deutlich beeinträchtigen. PC-PTSD-5 ist genau für das Screening ab diesem Zeitpunkt konzipiert.
Wirkt EMDR wirklich?
Ja, mit starker Evidenz. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine der zwei Erste-Wahl-Trauma-Therapien, die WHO und APA empfehlen. Die meisten Menschen sehen klare Besserung in 8-12 Sitzungen. Der Mechanismus wird diskutiert, die Wirksamkeit ist über Studien hinweg ungewöhnlich konsistent.
Sind meine Antworten privat?
Ja. Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Wir sehen Ihre einzelnen Antworten nie — nur ein anonymes Schwellen-Signal geht an datenschutzkonforme Analytics.

Quellen

  1. The Primary Care PTSD Screen for DSM-5 (PC-PTSD-5) — J Gen Intern Med (Prins et al., 2016) (peer reviewed, retrieved 2026-05-02)
  2. Weitere Validierung des PC-PTSD-5 — J Anxiety Disord (Bovin et al., 2021) (peer reviewed, retrieved 2026-05-02)
  3. PC-PTSD-5 — National Center for PTSD — US Department of Veterans Affairs (guideline, retrieved 2026-05-02)