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IIEF-5 Erektionsstörungs-Test (5 Fragen)

Mach den validierten 5-Fragen-IIEF-5-Test zur Erektionsstörung in 60 Sekunden. Rosen 1999, AWMF/DGU-anerkannt. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne E-Mail.

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Was dich erwartet

Der IIEF-5 misst in 5 kurzen Fragen, wie gut Erektionen in den letzten 6 Monaten funktioniert haben. Punktbereich 5-25; das Band, in dem du landest, sagt mehr aus als die absolute Zahl. Etwa 60 Sekunden. Keine Anmeldung. Raymond Rosen und Kolleg:innen veröffentlichten den IIEF-5 1999 (Int J Impot Res, PMID 10637462) als gekürzte Office-Version des ursprünglichen 15-Item-IIEF, und die American Urological Association führt ihn als primären ED-Screener. Deine Antworten bleiben im Browser — wir sehen sie nicht. Scroll nach unten, um zu starten ↓

✓ Validiert von Rosen et al. (1999, Int J Impot Res) ✓ In AUA 2018 und AWMF/DGU-Leitlinie als primärer Office-Screener gelistet ✓ 60 Sekunden, 5 Fragen ✓ Privat — Antworten verlassen das Gerät nie

Wie der IIEF-5 berechnet wird

Jede der 5 Fragen wird auf einer 1-5-Likert-Skala beantwortet. Die Summe liegt zwischen 5 und 25. Bänder nach Rosen 1999.

GesamtwertBandWas das Band typischerweise bedeutet
22-25Keine ErektionsstörungNormale Erektionsfunktion in den letzten 6 Monaten
17-21Leichte EDFunktion reduziert, meist noch ausreichend — reversible Faktoren prüfen
12-16Leichte bis mäßige EDRoutine-Beeinträchtigung — Hausarzt- oder Urologentermin sinnvoll
8-11Mäßige EDKonstante Störung — Arzttermin in dieser Woche, Therapien wirken
5-7Schwere EDVerkehr findet kaum statt — Urologen-Überweisung angezeigt

Rosen 1999 berichtet eine Sensitivität von etwa 0,98 und eine Spezifität von etwa 0,88 am Cutoff 21 für das Erkennen jeglicher ED. Das macht den IIEF-5 zu einem starken Screener — echte ED wird selten übersehen — aber eine 12%-Falsch-Positiv-Rate bedeutet, dass das letzte Wort beim Klinik-Gespräch liegt.

Wann dieser Test sinnvoll ist — und wann nicht

Sinnvoll für:

  • Einer schwer ansprechbaren Sache eine Zahl geben
  • Veränderung quartalsweise verfolgen während Therapie oder Lebensstilumstellung
  • Einen konkreten Wert in die Sprechstunde mitnehmen statt eines vagen „funktioniert nicht”

Nicht sinnvoll für:

  • Diagnose der ED — das macht nur eine Klinikerin/ein Kliniker mit Anamnese, Untersuchung und Labor
  • Lust, Ejakulation oder Beziehungszufriedenheit — separate Dimensionen (vom vollen 15-Item-IIEF erfasst)
  • Eine einzelne schlechte Nacht — gefragt wird nach den letzten 6 Monaten, nicht nach einem stressigen Wochenende

ED ist eine medizinische, keine moralische Frage

Etwa 1 von 3 Männern über 40 hat ein gewisses Maß an ED (Wessells 2008, Campbell-Walsh Urology). Es ist eine der häufigsten Diagnosen in der Hausarztpraxis — und eine der am wenigsten besprochenen. Die Biologie ist nüchtern: Erektion ist überwiegend ein vaskuläres Ereignis, und die Penisarterien sind kleiner als die Koronararterien — sie verengen sich früher (Montorsi 2005, Am J Cardiol). Neu aufgetretene ED bei einem Mann unter 60 wertet die AWMF/DGU-Leitlinie und die AUA 2018 als anerkannte Flagge für eine kardiovaskuläre Abklärung, nicht als isoliertes Schlafzimmer-Thema.

Die reversiblen Beiträge treten meist in Kombinationen auf: Rauchen, unbehandelte Schlafapnoe, abendlicher Alkohol, sitzende Tätigkeit, Gewichtszunahme, ein SSRI gegen Angst, ein Betablocker gegen Bluthochdruck, ein Finasterid gegen Haarausfall. Esposito 2004 (JAMA) zeigte, dass Lebensstilumstellung den IIEF-Wert innerhalb von 2 Jahren messbar hebt. Rauchstopp wirkt schnell. Apnoe-Behandlung wirkt innerhalb von Monaten. PDE5-Hemmer (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) wirken bei rund 70% unselektierter Männer (Hatzimouratidis 2010, European Urology) und sind sicher mit den meisten Medikamenten außer Nitraten.

Wenn die Standardleiter nicht reicht, gibt es die zweite und dritte Linie aus gutem Grund: Vakuumpumpe, Schwellkörper-Injektion, intraurethrale Therapie, Penisprothese. Über die volle Leiter liegt der Anteil der Männer mit zufriedenstellendem Verkehr über 90% — meist braucht es aber mehr als die erste Option.

Was tun pro Band

  • 22-25 (keine ED): Nichts aus diesem Screener. Kardiovaskuläre Basics halten (Bewegung, Nichtrauchen, normaler BMI, mäßiger Alkohol) und neu testen, wenn sich etwas ändert.
  • 17-21 (leicht): Erst reversible Faktoren prüfen (Schlaf, Alkohol, neue Medikamente, Stress). In 4-8 Wochen erneut. Wenn Selbsthilfe nicht reicht, Hausarzt.
  • 12-16 (leicht-mäßig): Hausarzt in 4 Wochen. Wert mitbringen. Blutdruck, Lipide, Nüchternglukose oder HbA1c, morgendlicher Testosteronspiegel. Medikamentenliste durchgehen.
  • 8-11 (mäßig): Hausarzt diese Woche. Gleiche Werte plus TSH. Nach PDE5-Hemmer fragen (Tadalafil 2,5-5 mg täglich passt in dieser Stufe oft).
  • 5-7 (schwer): Hausarzt diese Woche und Überweisung zur Urologie. Kardiovaskuläre Abklärung parallel. Stimmung adressieren — der PHQ-9 auf dieser Seite ist ein Startpunkt; Depressionsbehandlung stellt oft einen Teil der Erektionsfunktion wieder her.

Verwandte Tests

  • PHQ-9 Depressions-Screener — Depression und ED sind bidirektional verbunden; rund 1 von 3 Männern mit ED hat eine klinisch relevante Depression (Goldstein 2000, J Urol)
  • GAD-7 Angst-Screener — Versagensangst und generalisierte Angst nähren beide ED
  • BMI-Rechner — Übergewicht ist einer der am besten modifizierbaren ED-Risikofaktoren (Esposito 2004, JAMA)

Quellen, verifiziert 2026-05-17

  • Rosen RC, Cappelleri JC, Smith MD, Lipsky J, Pena BM. Development and evaluation of an abridged, 5-item version of the IIEF (IIEF-5) as a diagnostic tool for erectile dysfunction. Int J Impot Res 1999;11(6):319-326. (PMID 10637462)
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie / AWMF. S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion. Reg.-Nr. 043-031, 2018.
  • Burnett AL, Nehra A, Breau RH et al. Erectile Dysfunction: AUA Guideline. American Urological Association 2018, aktualisiert 2024.
  • Hatzimouratidis K, Amar E, Eardley I et al. Guidelines on Male Sexual Dysfunction. EAU / Eur Urol 2010;57(5):804-814. (PMID 20122481)
  • Wessells H. Erectile Dysfunction. Campbell-Walsh Urology, 9. Aufl., 2008.
  • Montorsi P, Ravagnani PM, Galli S et al. The artery size hypothesis: ED und KHK. Am J Cardiol 2005;96(12B):19M-23M. (PMID 15936139)

Datenschutz

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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet ein IIEF-5-Wert von 17?
Ein Wert von 17 liegt am oberen Rand der leichten ED (17-21). Rosen 1999 (Int J Impot Res, PMID 10637462) definierte diesen Bereich als reduzierte, aber meist noch funktionierende Erektion. Die AWMF/DGU S2k-Leitlinie behandelt dieses Band als abwartend-beobachtend — reversible Faktoren (Schlaf, Alkohol, neue Medikamente, Stress) prüfen, bevor ein Rezept ausgestellt wird. Etwa 1 von 4 Männern unter 50 erreicht zeitweise diesen Wert (Feldman 1994, Massachusetts Male Aging Study).
Was bedeutet ein IIEF-5-Wert von 15?
Ein Wert von 15 fällt in das Band der leichten bis mäßigen ED (12-16). Rosen 1999 setzte diesen Bereich als Schwelle, ab der die Erektionsfunktion routinemäßig statt gelegentlich versagt. AWMF/DGU und Hatzimouratidis 2010 (European Urology) empfehlen hier den Hausarzt- oder Urologen-Termin: Blutdruck, Lipidprofil, Nüchternglukose oder HbA1c sowie morgendlicher Testosteronspiegel.
Was bedeutet ein IIEF-5-Wert von 10?
Ein Wert von 10 liegt im Band der mäßigen ED (8-11). Erektionen versagen oder reichen für den Geschlechtsverkehr meist nicht. Auf diesem Niveau ist ein Arzttermin in dieser Woche sinnvoll — und es gibt mehrere wirksame Therapien. PDE5-Hemmer (Sildenafil, Tadalafil) wirken bei rund 70% unselektierter Patienten (Hatzimouratidis 2010, European Urology); niedrig dosiertes Tadalafil täglich passt bei mäßiger ED oft besser als die On-demand-Variante.
Ab welchem IIEF-5-Wert wird Erektionsstörung diagnostiziert?
Rosen 1999 legte die klinische Schwelle bei 21 fest: 22-25 zählt als keine ED, 21 oder weniger zeigt eine ED an. Die IIEF-5 hat eine Sensitivität von etwa 0,98 und eine Spezifität von etwa 0,88 am Cutoff 21 (Rosen 1999). Ein niedriger Wert ist ein starkes Signal für eine ärztliche Abklärung, die eigentliche Diagnose stellt aber der Arzt anhand von Anamnese, Untersuchung und Labor — nicht der Fragebogen allein.
IIEF-5 = 14, sollte ich zum Arzt?
Ja. Ein Wert von 14 liegt mittig im Band der leichten bis mäßigen ED (12-16). AWMF/DGU und Hatzimouratidis 2010 nennen dieses Band als Punkt, an dem Abklärung statt Abwarten angezeigt ist. Bring den Wert zum Hausarzt und bitte um die Standard-Abklärung: Blutdruck, Lipide, Nüchternglukose oder HbA1c, morgendlicher Testosteronspiegel. Viele Fälle auf diesem Niveau sprechen gut auf PDE5-Hemmer plus Korrektur reversibler Faktoren an.
IIEF-5 vs SHIM — Unterschied?
Es gibt keinen. Der IIEF-5 wird klinisch auch SHIM (Sexual Health Inventory for Men) genannt. Rosen 1999 führte die abgekürzte 5-Item-Version des ursprünglichen 15-Item-IIEF (Rosen 1997, Urology) ein und nannte sie SHIM im klinischen Sprachgebrauch. Bänder, Punktung und Validierung sind identisch — nur die Bezeichnung unterscheidet sich.
Erektionsstörung im Alter — was tun?
Mit zunehmendem Alter steigt die Prävalenz, der diagnostische und therapeutische Pfad bleibt aber gleich. Feldman 1994 (Massachusetts Male Aging Study) fand etwa 40% ED bei 40-Jährigen und etwa 70% bei 70-Jährigen. Wessells 2008 (Campbell-Walsh Urology) listet als häufigste reversible Beiträge: Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, unbehandelte Schlafapnoe, Alkohol, Angst und Medikamenten-Nebenwirkungen. Bei Männern jenseits 60 dominieren häufiger Prostata-OP-Folgen, Diabetes oder polypharmazeutische Effekte.
Kann Erektionsstörung ein Herzwarnsignal sein?
Ja. Montorsi 2005 (Am J Cardiol) zeigte, dass ED ein Koronar-Ereignis im Mittel um 2-3 Jahre vorhersagt bei Männern, die später eines erleiden. Die Penisarterien sind kleiner als die Koronararterien, sie verengen sich früher — dieselbe Atherosklerose. Die AWMF/DGU-Leitlinie und die AUA 2018 behandeln neu aufgetretene ED bei Männern unter 60 als Flagge für Blutdruck-, Lipid- und Glukose-Checks.
Was sind Ursachen von Erektionsstörung?
Meist vaskulär. Wessells 2008 (Campbell-Walsh Urology) gruppiert die Ursachen: vaskulär (häufigste ab 40 — gleiche Risikofaktoren wie Herzkrankheit), neurologisch (diabetische Neuropathie, post-Prostatektomie), hormonell (niedriger Testosteronspiegel, Schilddrüse), medikamenteninduziert (SSRI, Blutdrucksenker, Finasterid) und psychogen (Versagensangst, Depression, Beziehungsstress). Die meisten realen Fälle sind eine Mischung.
Wie oft sollte ich den IIEF-5 wiederholen?
Alle 3-6 Monate während aktiver Behandlung oder Lebensstilumstellung — oder wenn sich etwas Größeres ändert (neues Medikament, einschneidendes Lebensereignis, Veränderung in der Beziehung). Der Fragebogen bezieht sich auf die letzten 6 Monate, häufigere Wiederholungen erzeugen Rauschen. Ein 4-6-Punkte-Shift in einem Quartal ist ein echtes klinisches Signal.
Kann Versagensangst allein einen niedrigen IIEF-5 verursachen?
Ja. Angstbedingte ED ist real und oft situationsabhängig — starke morgendliche Erektionen, aber Versagen mit Partnerin sind ein klassisches Muster. Hatzimouratidis 2010 (European Urology) führt psychogene ED als eigene Kategorie. KVT für Versagensangst hebt den Wert oft allein, und PDE5-Hemmer können den Vermeidungskreis kurzfristig durchbrechen.
Kann der IIEF-5 falsch positiv sein?
Gelegentlich. Rosen 1999 nennt eine Sensitivität von etwa 0,98 und eine Spezifität von etwa 0,88 am Cutoff 21 — von 100 Männern mit einem Wert ≤21 sind grob 12 falsch positiv. Auch Erinnerungseffekte zählen: 6 stressige Monate können den Wert ohne medizinischen Hintergrund drücken. Der nächste Schritt ist ein Klärungsgespräch, nicht die Selbstdiagnose.
Ist der IIEF-5 derselbe Fragebogen, den Urologen verwenden?
Ja. AUA 2018 und die AWMF/DGU-Leitlinie nennen den IIEF-5/SHIM als primären Office-Screener für ED. Der Wortlaut auf dieser Seite ist die übliche öffentliche Paraphrase aus AUA-Patientenmaterial und Validierungsstudien. Dieselben 5 Fragen, dieselbe Skala 5-25, dieselben Rosen-1999-Bänder.
Bleiben meine Daten privat?
Ja. Der IIEF-5 läuft komplett im Browser. Deine Antworten verlassen das Gerät nie. Wir senden ein anonymes Ereignis mit dem IIEF-5-Band (z. B. `mild_ed`) — ohne Rohantworten, ohne IP, ohne Kennung.

Quellen

  1. Development and evaluation of an abridged, 5-item version of the International Index of Erectile Function (IIEF-5) — Rosen RC, Cappelleri JC, Smith MD, Lipsky J, Pena BM — Int J Impot Res (1999) (peer reviewed, retrieved 2026-05-17)
  2. S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion — Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) / AWMF (S2k, 2018, in Überarbeitung) (guideline, retrieved 2026-05-17)
  3. Guidelines on Male Sexual Dysfunction — Hatzimouratidis K et al. — European Association of Urology (Eur Urol 2010) (guideline, retrieved 2026-05-17)
  4. Wessells — Erectile dysfunction (Epidemiologie) — Wessells H — Campbell-Walsh Urology (2008) (peer reviewed, retrieved 2026-05-17)
  5. The artery size hypothesis — ED und koronare Herzkrankheit — Montorsi P, Ravagnani PM, Galli S et al. — Am J Cardiol (2005) (peer reviewed, retrieved 2026-05-17)
  6. Erectile Dysfunction: AUA Guideline — American Urological Association (Burnett et al., 2018, aktualisiert 2024) (guideline, retrieved 2026-05-17)