SCOFF Essstörung Screening Test
SCOFF Fragebogen kostenlos online. 5 Ja/Nein-Fragen, 1 Minute. Validiertes Screening für Anorexie, Bulimie und Binge-Eating mit Sofortauswertung.
Was SCOFF misst
SCOFF ist ein 5-Item-Screening für Essstörungen bei Erwachsenen. Es erfasst fünf Kernerfahrungen, die oft gemeinsam auftreten, wenn Essen problematisch wird: selbstinduziertes Erbrechen, Kontrollverlust, schneller Gewichtsverlust, gestörtes Körperbild und das Gefühl, dass Essen den Alltag dominiert.
Jedes Item zählt 0 (nein) oder 1 (ja). Bereich: 0–5.
Wie der Score berechnet wird
| Anzahl Ja | Kategorie |
|---|---|
| 0–1 | Essstörung unwahrscheinlich |
| 2+ | Positiver Screen — mögliche Essstörung |
| 3+ | Starker Hinweis auf eine Essstörung |
Den Schwellenwert von 2 Punkten setzten Morgan, Reid und Lacey 1999, weil oberhalb davon die meisten von einer vollständigen Beurteilung profitieren.
Was Ihr Ergebnis bedeutet
Ein Ergebnis von 0–1 schließt nicht aus, dass etwas nicht stimmt, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt. Der Test ist kurz und breit. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.
Ein Ergebnis von 2 oder mehr zeigt, dass SCOFF ein Muster erkannt hat. Das ist ein Screen, keine Diagnose. Der nächste Schritt ist ein kurzes, freundliches Gespräch mit dem Hausarzt — kein Etikett.
Ein Ergebnis von 3 oder mehr bedeutet, dass mehrere Kernzeichen gleichzeitig vorliegen. Es verdient bald einen Spezialistentermin, nicht erst nächsten Monat. Frühere Hilfe = bessere Ergebnisse.
Wann SCOFF besonders nützlich ist
SCOFF funktioniert für Erwachsene. Bei Kindern und jüngeren Jugendlichen funktioniert er weniger gut — sie haben eigene validierte Instrumente in der pädiatrischen Versorgung.
Essstörungen treten bei jedem Gewicht auf. Sie müssen nicht krank aussehen, um Hilfe zu verdienen. SCOFF kann ein Problem lange erkennen, bevor es sichtbar wird.
SCOFF im Vergleich zu EAT-26
EAT-26 ist ein längerer Fragebogen mit 26 Items. Er gibt ein reicheres Bild und wird in Kliniken zur Verlaufskontrolle eingesetzt. SCOFF ist kürzer und für die ersten 60 Sekunden eines Gesprächs gedacht. Ein positiver SCOFF führt oft zu EAT-26 oder einem klinischen Interview.
Wie Behandlung wirklich aussieht
Behandlung bedeutet kein Zwangsernähren. Moderne Essstörungs-Versorgung ist sanft, gespräch-basiert und respektiert Ihr Tempo.
- Ein Hausarzt screent, hört zu und überweist.
- Ein Ernährungsmediziner baut eine ruhige Beziehung zum Essen ohne Scham wieder auf.
- Ein Psychiater oder Psychotherapeut entwirrt die Gedanken, die die Störung aufrechterhalten.
Die meisten Essstörungen sind sehr behandelbar. Genesungsraten erreichen 60–80% innerhalb von 5 Jahren mit angemessener Versorgung. Frühere Diagnose verbessert die Aussichten.
Verwandte Tests
- PHQ-9 Depression Screening — Essstörungen und Depression treten oft gemeinsam auf.
- GAD-7 Angst Screening — viele nutzen Essen, um Ängste zu regulieren.
- AUDIT-C Alkohol Screening — Alkoholmissbrauch tritt besonders bei Bulimie häufig auf.
Grenzen
- Selbstauskunft unterschätzt. Essstörungen drängen zur Geheimhaltung. Ehrliche Antworten sind die wertvollsten.
- Jugendliche. SCOFF wurde an Erwachsenen validiert. Unter 18 wählt der Kinderarzt das passende Instrument.
- Schwangerschaft. Essstörungs-Symptome in der Schwangerschaft tragen erhebliche Risiken für Mutter und Kind. Sprechen Sie mit Hebamme oder Arzt.
- Komorbidität. Ein hoher Wert kann auch Angst, Depression oder Trauma widerspiegeln, nicht nur eine primäre Essstörung. Ein Kliniker klärt das.
Datenschutz
Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Wir sehen, protokollieren oder speichern Ihre einzelnen Antworten niemals. Nur ein anonymes Ereignis (Sprache, Schweregrad) wird an einen datenschutzfreundlichen Analysedienst gesendet.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet mein SCOFF-Ergebnis?
Kann ich SCOFF für jemand anderen ausfüllen?
Ist SCOFF für Kinder oder Jugendliche geeignet?
Wie unterscheidet sich SCOFF vom EAT-26?
Verlassen meine Daten das Gerät?
Quellen
- The SCOFF questionnaire: assessment of a new screening tool for eating disorders — BMJ (Morgan, Reid, Lacey, 1999) (peer reviewed, retrieved 2026-05-02)
- SCOFF, the development of an eating disorder screening questionnaire — International Journal of Eating Disorders (Hill et al., 2010) (peer reviewed, retrieved 2026-05-02)